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Haushalt und seine Tücken

Wie definieren wir eigentlich 'Putzen und Sauberkeit'?

Putzen und Sauberkeit fängt bei dem einen an, dass der Boden nicht klebt, bei anderen muss das Haus nach Chemie riechen und blitzen, dass man eine Sonnenbrille braucht um nicht zu erblinden.

 

Putzen ist weniger das Problem als die Objekte, die wir kaufen, da sie billig sind. Wir besitzen mehr Schrott als wirklich nötig und dann entsteht Unordnung.

Also bevor geputzt wird; erst mal ausmisten.

Entweder geht ihr zum nächsten Supermarkt oder Elektromarkt und fragt nach 3 größeren Kartons. Ab jetzt wird nicht mehr gekauft was sowiso auf dem Müll landet.

 

Kiste 1 wird die Kiste mit den Sachen, die einen festen Platz brauchen

Kiste 2 wird die Kiste mit den Sachen, die noch gut sind aber nicht mehr gebraucht und somit zum Recycling gebracht oder verkauft werden

Kiste 3 wird die Kiste mit allem, was nichts mehr ist und nicht mehr zu retten ist. Dazu kann sich ruhigen Gewissens die eine oder andere Mülltüte gesellen.

 

Um Auszumisten muss man strategisch vorgehen und sich Raum zu Raum vornehmen und nicht alles miteinander, das gibt Frust. Fangen wir an mit einem Schrank oder Schublade, in die nur noch reingestopft wurde aber nie mehr etwas das Tageslicht erblickt hat.

Seid streng mit euch selbst; in einem aufgeräumten Haushalt ist man ausgeglichener und kreativer. Es hat schon was für sich mit dem Spruch 'ein unordentlicher Haushalt macht krank'; aber jetzt nicht wegen Bakterien oder Schmutz, sondern weil es uns nervös macht alle diese Objekte zu besitzen.

Alles, was Ihr in den letzten 3 Monaten nicht mehr in Händen hattet: weg damit. Wer hat nicht auf Oma's Dachboden gespielt und Kisten voller Seife gefunden und trotzdem wurde jeden Monat neue gekauft? Der Mensch ist leider ein Jäger und Sammler: er jagt die 'Schnäpchen' und 'sammelt' was er glaubt zu brauchen oder was ihm vorgepredigt wird zu brauchen. Staubsager ohne Beutel, Besen mit Batterie, Wischmop dem man Buchstäblich den Hals umdrehen kann ohne sich die Hände Schmutzig zu machen, magisches Pulver hier gegen alle Flecken, Pulver da gegen die selben Flecken,... Das Fernsehen und Werbung sind voller Versprechen und Lügen, die niemand braucht.

 

Kleidung, die Ihr entweder nicht mehr reinpasst oder die euch nicht mehr gefällt; gebt sie frei. Er gibt Menschen die sie brauchen oder verkauft sie in einem Second Hand Laden.

Bücher, die Ihr nicht mehr lest, weitergeben solange Ihr keine Bibliothek besitzt.

 

Das, was nicht zu oft gebraucht wird, wie Briefumschläge, Batterien, Büroklammern, etc entweder in eine beschriftete kleine Kiste in einen Schrank, oder in eine Schublade. Die Kiste sollte die ungefähre Größe der gesammelten Objekte haben. Wenn zu viel Platz verbleibt kommt man in die Gefahr wieder zu kaufen, da ja noch Platz ist.

Tassen und Gläser, die NIE gebraucht werden, weg.

 

Sobald ein Zimmer 'Frei Atmen' kann, fühlt Ihr euch schon besser und Ihr werdet produktiver.

 

Ärmel hoch und rann an den Feind!

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